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Die zoologische Abteilung des Museums ist der Kern der Sammlungen. 1899 begann Präparator Carl Schweizer, Tiere und Vögel zu sammeln. Bereits damals wurden seltene Exemplare aus Vogelschutzwarten und Wildparks erworben. Keines der Exponate wurde für das Museum erlegt - meist sind es "Umweltopfer", die im Laufe von 100 Jahren zusammengetragen wurden. 1931 wurde das Museum gegründet, Carl und Egon Schweizer führten das Haus bis 1943, ein Teil der Sammlung ging leider durch Kriegswirren verloren. 1949 wagte Egon Schweizer mit seinem Sohn Dr. Rolf Schweizer den Neubeginn. Seit 1985 ist nun Christian Schweizer mit verantwortlich. Durch die lebensnahe Präparation und Darstellung in Großdioramen wird dem Gast ein "positives Naturerlebnis" geboten, das nichts mit einer angestaubten Trophäensammlung zu tun hat, sondern einen besonderen Blick für die Schönheiten unserer heimatlichen Fauna eröffnet. |
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Der Rundgang beginnt mit der faszinierenden Vogelwelt der Meeresküsten. Die Vogelfelsen der Inseln Helgoland und Rügen sowie das Watt sind das Vorbild zu diesem Großdiorama. Zahlreiche Seevögel, Baßtölpel und Papageientaucher sind zu sehen sowie Krebse oder auch der beliebte Seehund. Möwen, Komorane und der majestätische Seeadler, unser Wappenvogel, sind die Vertreter dieses Großbiotops. |
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Weiter führt uns der Weg zu den Flußlandschaften Mitteldeutschlands. An Elbe, Rhein und Donau leben die seltenen Störche, die Großtrappen in der Altmark sowie zahlreiche Wildentenarten vom Bodensee. Der letzte Storch ist im oberen Murrtal 1927 ausgestorben. Der beliebte Eisvogel ist am hiesigen Fluß Murr ebenso zu betrachten wie die ausgestellten Amphibien und Reptilien. Fischreiher, Nachtreiher und weitere Wasservögel ergänzen die Szene. Der letzte Fischotter ist 1911 bei Murrhardt verschwunden. |
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Die Waldlandschaften der Mittelgebirge sind Lebensraum für Hirsche, Luchse, Wildkatzen und viele bedrohte Greifvogelarten. Hier kann der Betrachter auch die Mehrzahl der im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald beheimateten Fauna entdecken. Rothirsche, einst Stolz der Jagdherren, sind noch im Schönbuch oder Schwarzwald heimisch. |
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Das Hochgebirge bildet einen extremen, aber auch stillen Lebensraum für bedrohte Tier- und Vogelarten. Gemsen, Auerwild und Murmeltiere sind bekannte Vertreter. Beeindruckend sind neben den Steinadlern und Geiern vor allem das Auerwild und Birkwild. Ein besonderes Exponat ist der Waldrapp. |
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Der Tierwelt Nordeuropas ist ein weiteres Diorama gewidmet. Eine dramatische Jagdszene zwischen Rentier und Wolf kann mitverfolgt werden. Schneeeulen, Lemminge sowie weitere Tiere und Vögel sind ebenso im Land des Nordlichts und der Mitternachtssonne beheimatet wie der berüchtigte "Vielfraß" oder Felsenmarder. |
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Einen Sprung über den Atlantik nach Amerika kann man als Besucher im letzten Diorama wagen. Ein großer, bulliger Bison sowie Geier,Schlangen und weitere Prärietiere bevölkern zusammen mit einem "Indianer" die bunte Szene. Etwas exotisch, doch bei allen Besuchern - ob Jung oder Alt - eine bleibende Erinnerung an den Museumsbesuch. |
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Natur |
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Hinweis: Eine Abteilung zur ur- und
eiszeitlichen Tierwelt ist im Aufbau. Besondere Funde, z. B. eine der
ältesten versteinerten Schildkröten der Erde, das größte
in Deutschland gefundene Riesenhirschgeweih sowie versteinerte
Holzstämme, sind provisorisch ausgestellt. Weitere Informationen zu
diesem Themenbereich finden Sie unter:
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