Historie

Die klostergeschichtliche Abteilung(Lapidarium)und stadtgeschichtliche Sammlung zeigt umfassend Zeugnisse vom 6.Jhdt. bis ins 19.Jhdt. Den Rahmen für das Lapidarium bilden die wertvollen Originalteile der St.Walterichskapelle(Spätromanik).Die Rekonstruktion eines Kreuzgangteils sowie die Wallfahrtspforte der Walterichskirche sind weitere Exponate.Zahlreiche Ausgrabungsfunde, Urkunden, Bücher und Gebrauchsgegenstände in den Vitrinen, vermitteln einen faszinierenden Rundgang durch eine "lebhafte" Vergangenheit.



Rundgang Historie
 

Modell: Kloster

9. Jh.: Klostergründer

11. Jh.: Murrhardter Schatzfund

13. Jh.: Kreuzgang-Rekonstruktion

 

 

 

 

 

 

18. Jh.: Säkularisation - Prälat Oettinger

18. Jh.: Stadtbrand - Herzog Carl Eugen

17. Jh. / 30 jähriger Krieg: Prior Adam Adami

16. Jh.: Glashütten-Waldglas



Start des Rundgangs




 

Historie

Das ehemalige Benediktinerkloster St. Januarius ist die Keimzelle der Stadt. Bereits im 8. Jh. gegründet , bestimmte diese Einrichtung 1000 Jahre Geschichte. Der Heilige Walterich gilt als "Vater" der Abtei, die sich bis ins 16. Jh. entwickelte (siehe Modell). Die Ergebnisse der Ausgrabungen von 1963 und 1973 sind ausgestellt.

Modell: Kloster

 






Historie

 

9. Jh.: Klostergründer

 

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Die Karolinger setzten sich besonders für das Kloster ein. Ludwig der Fromme (Sohn Karls des Großen) gilt als Stifter. Sein Herz wurde in einer vergoldeten Urne in der Klosterkirche beigesetzt. Teile eines Kreuzes aus Elfenbein (Buchdeckelzier?) sind ebenso wie zahlreiche Kleinfunde Zeugnisse der Entstehungszeit des Klosters.






 

Historie

Unter dem Kaisergeschlecht der Salier erlebte die Abtei neuen Aufschwung. Eine größere Kirche, zahlreiche Stiftungen, aber vor allem der "Murrhardter Schatzfund" bezeugen die besondere Stellung der Abtei. Dem Grab eines im Kampfe gefallenen Ritters wurde ein "Sühnegeld" beigelegt - Silbermünzen mit dem Bildnis Walterichs.

11. Jh.: Murrhardter Schatzfund

 

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Historie

 

13. Jh.: Kreuzgang-Rekonstruktion

 

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Die Zeit der Staufer hinterließ in Murrhardt Bauwerke mit sehr hochwertiger Architektur. Die St. Walterichskapelle ist das herausragendste Beispiel. Einst von Kaiser Friedrich II. gestiftet und um 1225 gebaut, kamen die Originalteile 1971 in das Museum. Die Steine wurden fachgerecht restauriert und wieder aufgebaut: Lapidarium. Weitere Reste vom Kreuzgang und der Walterichskirche sind ebenfalls ausgestellt.






 

Historie

1288 erhielt Murrhardt die Stadtrechte. Die Bevölkerung hatte einen niedrigen Lebensstandard. Neben der Landwirtschaft und dem Kleinhandwerk entwickelten sich um Murrhardt herum später zahlreiche Glashütten. Waldglas wurde produziert, meist zum Export. 1388 wurde Murrhardt württembergisch, das Kloster wurde im 16. Jh. reformiert.

16. Jh.: Glashütten-Waldglas

 

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Historie

 

17. Jh. / 30 jähriger Krieg: Prior Adam Adami

 

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Der 30jährige Krieg bedeutete für das Kloster noch eine Veränderung: Es wurde wieder katholisch. Eine der bedeutendsten Persönlichkeiten dieser Zeit war der Prior Adam Adami - Diplomat bei den Friedensverhandlungen 1648 in Münster. Als späterer Bischof von Hildesheim hatte er seine Aufzeichnungen über den "westfälischen Frieden" veröffentlicht.






 

Historie

Murrhardt ist mittlerweile evangelische Abtei mit einem Prälaten - ein in Württemberg nicht unübliches Kuriosum. Die hölzernen Abtstäbe wurden 1973 bei der Ausgrabung gefunden und restauriert . 1765 fegte ein verheerender Stadtbrand Murrhardt weg - ein Neubeginn unter Herzog Carl Eugen prägt die Stadt bis heute. Zeugnisse der damaligen Zeit sind ausgestellt.

18. Jh.: Stadtbrand - Herzog Carl Eugen

 

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Historie

 

18. Jh.: Säkularisation - Prälat Oetinger

 

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Der berühmteste evangelische Prälat war Friedrich Christoph Oetinger . In seiner Amtszeit war das Kloster wieder eine Zelle geistiger und philosophischer Arbeit. Der letzte in Murrhardt amtierende Prälat war J.Friedrich Schelling , der Vater des Philosophen. Damit schließt der Rundgang durch 1800 Jahre Siedlungsgeschichte.






Historie

Hinweis: Die stadtgeschichtliche Sammlung wird erweitert. Ein Ausbau der Sammlung zur kleinstädtischen, ländlichen Wohnkultur sowie über die Revolutionszeit (Ferdinand Nägele, 1848) ist vorgesehen.

Weitere Informationen zu diesem Themenbereich finden Sie unter:

 

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