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Geschichte des CSM

Eine kurze Geschichte über die Familie Schweizer und das CSM.

Präparator Carl Schweizer eröffnete 1896 sein Atelier in Schwäbisch Hall. Nach Ausbildung bei Gottlieb Mergenthaler in Schwäbisch Hall und seiner Gesellenzeit bei Präparator Robert Banzer in Öhringen und der Ausbildung zum Kürschner in Görlitz, machte sich Carl Schweizer selbstständig und begründete die bisher traditionsreichste Präparatoren-Dynastie in Württemberg.

Die Tradition der zoologischen Präparatoren geht auf Hermann Ploucquet https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Ploucquet und Leopold Martin zurück, bei denen der spätere fürstlich-hohenlohische Hofpräparator Robert Banzer lernte, eben wiederum Ausbilder von Carl Schweizer. Der spezielle naturnahe Stil, auch in der Gestaltung von Dioramen setzt sich bis heute erkennbar in den Präparaten aus dem Hause Schweizer fort und findet sich ungebrochen in der Gestaltung der Schaugruppen des CSM. Mit Theo Schweizer, Carls Bruder, wirkte ein weiteres Mitglied der Familie in dem Kunsthandwerk, als bekannter Dermoplast und Kürschner in Berlin.

1917 zog Carl Schweizer nach Murrhardt. Nach den schweren Jahren des Krieges, der Inflation und Weltwirtschaftskrise, leitete er maßgeblich die Murrhardter Heimatspiele am Römerwall. Diese Empathie hatte er wohl von seinem Haller Lehrmeister G. Mergenthaler übernommen, der sich mit den Haller Freilichtspielen und dem Siedersfest ein Denkmal setzte.

In Murrhardt mussten die Heimatspiele ob der Weltwirtschaftskrise 1929 eingestellt werden, dafür wurde aber 1931 das Murrhardter Museum gegründet.

Das Murrhardter Museum bestand von 1931 bis 1943 in den Räumen der ehemaligen Buntweberei Elsas, die von der Stadt Murrhardt zur Verfügung gestellt wurden. Mit dem Umzug und Verlagerung der kriegswichtigen Produktion der Firma Schumm von Cannstatt nach Murrhardt, mußte das Museum geräumt werden. Viele Exponate wurden infolge beschädigt oder gerieten in Verlust.

Zeitungsberichte zur damaligen Museumseröffnung
Immer noch eine Besondere Sehenswürdigkeit, die Gruppe mit Indianer und Bison. Eine Referenz an Erika (Mayer) geb. Schweizer, die Tochter des Carl, die nach den USA auswanderte.

Eine Besonderheit war die Erstrekonstruktion des Steinheimer Urmenschen https://de.wikipedia.org/wiki/Homo_steinheimensis und der damals im Murrtal lebenden Tiere als Modelle.

Die zoologische Sammlung bildete damals, wie heute den Kern der Sammlungen der Familie Schweizer. Die Gestaltung der Großdioramen Diorama – Wikipedia folgte dem damaligen Stand der musealen Präsentation und ist heute schon wieder denkmalwürdig. Der Pflegeaufwand ist sehr hoch, die optische Wirkung jedoch sehr beeindruckend.

Die Waldtiergruppe vor dem Königssee um 1935
Die Gruppe der Waldtiere vor dem Königssee nach 1950

Eine Schaugruppe Urzeitwelt mit Modellen diverser Saurierarten. Diese Gruppe ging teilweise im Krieg verloren, einige Modelle befinden sich derzeit im Magazin des Museums.

Ein Aufbau der erdgeschichtlichen Sammlung, insbesondere der Lebenswelt des Murrhardter Sauriers bleibt der Zukunft vorbehalten.

Präparator Egon Schweizer und seine Frau Lina, geb. Hamann. Die Rolle der Frauen und Mütter im Hause Schweizer ist für den Bestand und Erhalt des Museums wesentlich. Insbesondere Lina Schweizer konnte die Bestände über die Zeit des Zweiten Weltkriegs hinweg sichern und retten.

Egon Schweizer in der damaligen Werkstatt, in der Hauptstraße.
Vater Egon und Sohn Rolf Schweizer beim Neuaufbau des Museums, ab 1950.
Dr. Rolf Schweizer in der Werkstatt im UG des Museums. Der Betrieb wurde 1985 in das neue Wohn, - und Betriebsgebäude in der Seegasse 36 verlegt.
Werbung für das nun offiziell, seit 1950, als „Carl-Schweizer-Museum“ benannte Gebäude mit den Sammlungen.
Alte Werbeanzeige mit Öffnungszeiten

Der erste, fertige Bauabschnitt des Museums. Noch ohne Turmanbau. Der Zugang befand sich an der Stelle des heutigen inneren Durchgangs von der Meeresgruppe zum Hauptraum der zoologischen Sammlung.

1953 Der unterkellerte Turmanbau ist fertig. Ein architektonisches Meisterstück des Murrhardter Architekten Hermann Blum, Sohn des ehem. Murrhardter Bürgermeisters Blum. Blum entwarf seine Gebäude in der Tradition des schwäbischen Heimatstils, so auch das Rathaus von Mainhardt und als sein letztes Gebäude das Wohnhaus der Familie Schweizer, gegenüber.

Der Künstler und Malermeister Hermann Veitinger, Schwager Egon Schweizers, malte schon 1931 die Hintergrundbilder zu den Dioramen. Seine Tochter Gretel (Kugler) und Lore (Wagner) sowie sein Sohn Hermann, halfen intensiv und förderten die Entstehung des Museums.

Blick in die zoologische Sammlung um 1950. Die Öffnungen im Dach waren noch nicht verblendet, der Fußboden noch nicht gelegt. In der Mitte eine Schaugruppe, die ab 1972/73 durch die mächtige Gebirgstiergruppe ersetzt wurde.

Ausschnitt, Apollo-Figur aus der heimatgeschichtlichen Sammlung, die ab 1952 bis zur heutigen Größe aufgebaut wurde.
Das CSM im heutigen Zustand mit seinem typischen Erscheinungsbild. Die Zukunft bringt vielleicht noch den geplanten Flügelbau…
Modell des Museums mit noch nicht gebautem Flügelanbau, für eine technische Sammlung.

Dr. Rolf Schweizer bei seinen beliebten Führungen, hier für eine Schulklasse Anfang der 1980er Jahre.

In den Jahren nach 1985 wurden die heimatgeschichtlichen Sammlungen neu strukturiert. Eine Schausammlung zur römischen Vergangenheit mit außergewöhnlichen Exponaten entstand. Vater Rolf mit Sohn Christian. Ulrich Schweizer, sein jüngerer Bruder ist sehr erfolgreich in der Wissenschaft und Forschung als Naturwissenschaftler und Lehrbeauftragter der Universität Bonn tätig.

Der Seniorchef mit seinem Buchprojekt zu Walterich. Neben der reinen Museumsarbeit hat die heimatgeschichtliche Forschung und Publikation im Hause Schweizer über Generationen einen hohen Stellenwert. Zahlreiche archäologische Grabungen in Murrhardt, Schwäbisch Hall und Öhringen, am Limes und dem Stadtgebiet wurden und werden ebenso geleitet und begleitet, wie die Restaurierung historischer Bausubstanz in Murrhardt. Die Restaurierung des Allerheiligenaltars und vieler weiterer Exponate, bis hin zum Großprojekt Wiederaufbau der Murrhardter Pilgerstaffel.

Derzeit leitet Christian Schweizer das Museum nun in vierter Generation. Sein berufliches Spektrum reicht vom zoologischen Präparator, Restaurator für museale Objekte (kirchliche und volkstümliche Kunst), bis hin zum Lokalhistoriker mit Schwerpunkt Militärgeschichte des 20. Jh. Beiträge zur Erforschung des NS-Widerstandes im Raum Murrhardt-Stuttgart-Württemberg. Die Museumsleitung umfasst ebenso Bereiche des Marketings, der Tourismusarbeit und Mitwirkung in Fachgremien. Christian Schweizer ist Im Vorstand der Limes-Cicerones aktiv und in AG Museen am Welterbe Limes. Drüber hinaus Dozent an der VHS Murrhardt. Weiterhin engagiert er sich in der Kommunalpolitik und war bis vor kurzem als Reserveoffizier der Gebirgstruppe auch im Rahmen von Auslandseinsätzen aktiv.

Audiodateien :

Mitschnitt Museum 1. Teil.mp3
MP3-Audiodatei [4.5 MB]
Mitschnitt Museum 2. Teil.mp3
MP3-Audiodatei [5.0 MB]

Kontakt:

CARL-SCHWEIZER-MUSEUM
Seegasse 36
71540 Murrhardt
Telefon: 071925402 071925402
Fax: 07192936188
E-Mail-Adresse:

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