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LEADER Projekt

Modernisierung und Erweiterung des Carl Schweizer Museum Murrhardt

Links :

Projektinformationen

  1. Ausgangslage sowie Beschreibung der Ziele und des Inhalts des Projekt (inkl. Problemstellung, Zielgruppen, Fördergegenstand und Bezug zum REK)

 

Ausgangslage mit Problemstellung bzw. Handlungsbedarf

 

Das Carl-Schweizer-Museumin Murrhardt wurde 1931 als private Sammlung für Natur und Kultur gegründet. Es befindet sich in rein privater Trägerschaft der Familie Schweizer, wird als Non-Profit-Betrieb (kein steuerpflichtiges Unternehmen und keine versicherungspflichtigen Arbeitsplätze)  geführt und ist seit Jahrzehnten mit der Stadt Murrhardt vertraglich verbunden. (Reine kommunale Förderung, bisher keine Drittmittel durch Land, Bund oder EU).   Nach dem 2.WK entstand das Gebäude in zwei Bauabschnitten neu, 1950-54, wobei stetige Renovierungen und Umbauten, sowie thematische Ergänzung in den Jahren zwischen 1988 und 2008 erfolgten. Mit durchschnittlich 10.000 Besuchern pro Saison, ist das Haus eine wichtige Kultur- und Tourismuseinrichtung in Murrhardt, dem Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald und der weiteren Region (LAG/REK). Das CSM ist ein Vermittlungsort kultureller und naturräumlicher Charakteristika, das zentrale Museum der Museumslandschaft im Schwäbisch-Fränkischen Wald. Saisonbetrieb deshalb, weil die Naturdioramen im naturkundlichen Teil mit originalem Pflanzenmaterial dekoriert sind und deshalb im Winter (1.Nov. bis Karfreitag) geschlossen sind. Eine vergleichbare naturkundliche Sammlung und Präsentation der Lebensräume bis hin zum Kleinbiotop gibt es in Baden-Württemberg so kein zweites Mal. Wesentlich, die ausgestellten Präparate sind (bis auf wenige Ausnahmen) keine Jagdtrophäen, sondern stammen aus natürlichen Abgängen in zoologischen Gärten, Wildparks oder sind Umweltopfer. Das CSM verfügt eine entsprechende Genehmigung und Anerkennung des RP und kann auch zukünftig die  naturkundliche Sammlung komplettieren. 

Ein weiteres Sammlungsgebiet betrifft die Regional- und Stadtgeschichte Murrhardts und des Schwäbischen Waldes, beginnend mit einer kleinen Ausstellung zur Vor- und Frühgeschichte, Steinzeit, über die Römerzeit mit Funden vom Welterbe Limes. Gerade mit den Funden von der UNESCO-Welterbestätte Limes thematisiert das CSM  mit einigen Exponaten (mit außergewöhnlich universellem Wert, OUV)   und  der nationalen und internationalen Zusammenarbeit mit Museen am Limes, sowie dem regionalen strategischen Vermittlungsrahmenwerkes für den Limes (ORLIF), ein besonderes museales Fachgebiet.  Weitere Sammlungen mit dem frühen und hohen Mittelalter, Kloster und Stadt Murrhardt, (dabei landesgeschichtlich wertvolle originale Architekturteile der Walterichskapelle Murrhardt, eingetragen im Denkmalbuch für BW),  der Reformationszeit, Volkskunst und Alltagskultur des 18-20. Jh., bis hin zur neueren Stadtgeschichte (Stadtbrand 1765-Wideraufbau, Revolution 1848, Industrialisierung, 3.Reich, Verfolgung und Widerstand, Landrätekonferenz 1945, Ehrenbürger usw.) Diese historischen Sammlungen sollen zukünftig ganzjährig zugänglich gemacht werden.

Das CSM liegt absolut günstig in der Stadtmitte Murrhardt, ideal zu allen anderen touristischen und kulturellen Einrichtungen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten, dem ehemaligen Kloster mit kirchlichen Räumen, dem kommunalen Kino und einem Stiftungsgebäude Musikschule sowie,   an den Wegekreuzungen der wichtigsten touristischen Wege und Radwege. Für die Murrhardter Innenstadt ist das Museum ein wesentlicher Frequenzbringer, mit Schwerpunkt für die nahegelegenen Gastronomie- und Übernachtungsbetriebe. Insbesondere auch ein regionaler Standortfaktor für die Jugendherberge, Schullandheime und Ferienheime im Einzugsbereich des Schwäbischen Waldes und im Blick auf das REK.  

Die Leitung des Museums liegt in den Händen der  Eigentümer, Familie Schweizer. Herrn Dr. Rolf Schweizer, der die Sammlungen maßgeblich aufbaute, und als Paläontologe, Zoologe und Archäologe entsprechend strukturierte, Christian Schweizer, zoologischer Präparator, Heimatgeschichtler, der die gesamte Öffentlichkeitsarbeit und technisch, eine weitere Betreuung der Sammlung sichert und Prof. Ulrich Schweizer mit Familie als Berater und Miteigentümer. Das Personal für Führungen und Kassendienste usw. stellt die Familie intern selbst, bzw. in Ausnahmefällen mit ehrenamtlichen Kräften sicher. Desweiteren ist das CSM Mitglied der AG Museen am UNESCO-Welterbe Limes, im Museumsverband Baden-Württemberg, sowie im AGAMUS (Arbeitsgemeinschaft der Archive und Museen) des Rems-Murr-Kreises. Eine Zusammenarbeit mit dem Naturpark-Schwäbisch-Fränkischer Wald, den diversen Gästeführerverbänden, VdLC, Naturparkführer usw. und dem Historischen Verein für Württ.-Franken und der städtischen Kunstsammlung, sowie den Museen der Nachbarorte und der VHS-Murrhardt ist selbstverständlich und gegeben. Ein Schwerpunkt liegt auf der Bildungsfunktion und Arbeit in Zusammenarbeit mit den örtlichen und regionalen Schulen.

Das CSM verfügt über ein Leitbild und Konzeption. (siehe Internetseite).

Die Öffentlichkeitsarbeit erfolgt über einen nicht-kommerziellen Internetauftritt www.carl-schweizer-museum.de , eigene Werbeflyer, Präsenz in allen städtischen und regionalen Tourismusprospekten, Zusammenarbeit mit allen Tageszeitungen und Mitteilungsblättern, der Nachbargemeinden und Nachbarkreise, einen Auftritt in den sozialen Medien (facebook), Verlinkung der Homepage auf den Seiten der Region Stuttgart, den Fremdenverkehrsgemeinschaften und Museumsportalen. 

Das CSM soll in den Jahren 2017-20 in einem Projekt und einer Schwerpunktmaßnahme modernisiert und optimiert werden. Dazu sind grundsätzliche Arbeiten zur Gebäudesicherung  und Sicherung der Sammlungen (Dach, Brandschutz, Fenster, Beleuchtung, Heizung in Teilbereichen), aber auch inhaltliche Erweiterungen für Präsentation und Vermittlung der Exponate, so eine neue stadtgeschichtliche Abteilung (Zeitstellung 1550- 1950) und eine Ergänzung mit neuen Medien 
(Medienraum) geplant.

Dieser Antrag wir auf Grund der Notwendigkeit einiger wichtigen Modernisierungen, sowie der geplanten Erweiterung des Ausstellungsbereiches für neuere Stadtgeschichte gestellt

Fördergegenstand/Projektmaßnahmen

 

Modernisierungsplanung durch Architekturbüro, Planungskosten,
Brandschutzgutachten und Maßnahmen im Rahmen des Projektes (notwendig, da mehr Besucher und größere Ausstellungsflächen)
Dachsanierung (notwendig zur Sicherung des darunterliegenden neuen Ausstellungsraumes)
Ein- und Umbau einer Abteilung für neuere Geschichte, Fenster, Heizung, Vitrinen, Sitzgelegenheiten, Garderobenraum, notwendige Maler und Gipserarbeiten,
Beleuchtung und Beleuchtungskonzept, Umrüstung, Neueinrichtung auf LED,
Umrüstung, Erneuerung der nötigen Hauselektrik
Einbau eines Medienraumes im Schwerpunkt für Nutzung durch Schulklassen, Medien (Beamer), Medienschränke

 

Zielgruppen

 

Museen sind Vermittlungsorte lebenslangen Lernens. Das CSM erzählt die Natur- und Kulturgeschichte der Region Schwäbischer Wald und der Stadt Murrhardt. Das „Storytelling“ des CSM basiert auf originalen Exponaten und Fakten, sowie authentischem Belegmaterial, nicht auf sekundären Medien und Kopien. Damit spricht das CSM in ein breiter Form Tagestouristen, Familien, Busgruppen, Vereine einerseits, sowie Schulklassen aller Schularten, Projektgruppen von Hochschulen und Fachhochschulen, Ausbildungsvorhaben und z.B. Gruppen der Naturschutzverbände und des Landesjagdverbandes, an. Weiterführend,  Feriengäste, Kurzurlauber, Tagungsgruppen und Begleitprogramm zu Veranstaltungen der örtlichen und regionalen Industrie, Handel und Gewerbe, Gruppen aus der Sozialarbeit, Behindertenarbeit, und Senioren, sowie Gruppen und Besucher mit Migrationshintergrund und Integrationsarbeit. Vortrags- und kleinere kulturelle Veranstaltungen mit Bezug zum CSM finden ebenso  statt. Gruppen der Erwachsenenbildung aus Kirchen und Vereinen. Projekte und Projektgruppen der regionalen Natur- und Geschichtsforschung, finden im CSM einen Kooperationspartner.

Projektziele

 

Aus Sicht des Antragsstellers:

 

Sicherung des weiteren Museumsbetriebes und der Sammlungen
Standortsicherung und Stärkung der Wettbewerbssituation zu anderen kulturellen und touristischen Einrichtungen und Angeboten.
Betriebswirtschaftliche Optimierung des (ehrenamtlichen) Museumsbetriebes und damit Sicherung der notwendigen finanziellen Ressourcen für einen weiteren Museumsbetrieb.
Erweiterung und Vergrößerung der Ausstellungsfläche, räumlich, thematisch, und museumspädagogisch, dadurch breiteres Angebot für Besuchergruppen.
Ertüchtigung und Optimierung für BesucherInnen mit Handicap , Kapazitätserweiterung,
Ganzjährige Teilöffnung des CSM, damit Steigerung der Besucherzahlen.  

 

 

Aus Sicht der Stadt Murrhardt und der LAG Schwäbischer Wald: 

 

Aus Sicht der Stadt Murrhardt und der LAG Schwäbischer Wald stellt das Carl-Schweizer-Museum eine wichtige touristische Einrichtung dar, die Anlaufstelle für eine Vielzahl an Gästen im Jahr ist. Jährlich besuchen rund 10.000 Gäste das Carl-Schweizer-Museum und informieren sich über die natur- und heimatkundliche Ausstellung. Darunter befinden sich sehr viele Kinder und Jugendliche, welche einen Schullandheimaufenthalt in Murrhardt haben. Das Carl-Schweizer-Museum bietet zudem eine Vielzahl an Stadtführungen und Themenführungen in Murrhardt an. Die Gäste des Museums tragen zu einer touristischen Wertschöpfung in Murrhardt bei. Dies drückt sich örtlich über Umsatzzahlen der benachbarten Gastronomie benachbarten Cafés, des Einzelhandels und Eisdielen und überörtlich bei den Übernachtungsbetrieben und Schullandheimen, Jugendherbergen und Freizeitheimen im Bereich Schwäbischer Wald aus. Zudem ist das Carl-Schweizer-Museum auch Heimatmuseum für den Schwäbischen Wald in Form einer naturkundlichen Ausstellung, die die Tierwelt und den Naturraum des Schwäbischen Waldes umfasst sowie Fossilien aus der Urzeit des Schwäbischen Waldes (u.a. eine Schildkröte aus einem Steinbruch bei Köchersberg sowie einen urzeitlichen rd. 210 Mio. Jahre alten Fisch aus einem Steinbruch bei Mettelberg). Das CSM ist ein Standortbeitrag für eine örtliche und gebietstypische Lebensqualität. Das CSM trägt und vermittelt zusammen mit dem NPZ den Natur- und Artenschutz im Schwäbischen Wald, sowie die natürliche und biologische Vielfalt.
Das CSM sichert heimatgeschichtliche Exponate und Funde aus Murrhardt und Umgebung und damit den Erhalt und die Erlebbarmachung des natürlichen und kulturellen Erbes der Region Schwäbischer Wald. Das CSM bewahrt und vermittelt die Regional- und Stadtgeschichte im Rahmen des kommunalen und regionalen Heimatpflege.  Zudem ist das Carl-Schweizer-Museum eines der Römermuseen entlang des UNESCO-Welterbes LIMES mit den virtuellen Limeswelten sowie einer römischen Abteilung, die das römische Erbe der Stadt Murrhardt und der Region darstellt. In der heimatkundlichen Ausstellung wird insbesondere die mittelalterliche Geschichte sowie die Klostergeschichte des Klosters Murrhardt dargestellt. Eine Erweiterung der Ausstellung zur jüngeren Stadtgeschichte sowie ein Schulungsraum sind mit der geplanten Maßnahme vorgesehen. Die Stadt Murrhardt verspricht sich durch die geplante Modernisierungsmaßnahme eine Attraktivitätssteigerung dieser touristischen Einrichtung für den Schwäbischen Wald. 

 

Spezielle Ziele: 

 

Murrhardt ist das Zentrum der LEADER-Kulisse Schwäbischer Wald sowie des Naturparks. Mit dem Projekt gewinnt der Schwäbische Wald weiter an Attraktivität als touristische Destination.. Ein attraktives Bildungs- und Freizeitangebot, das sowohl regional als auch überregional auf großes Interesse stößt, wird gesichert. Zudem wird das Potential des CSM als außerschulischer Lernort und touristischer Kooperationspartner hinsichtlich Stadtführungen optimiert. 

Bezug zum Regionalen Entwicklungskonzept (REK) der Regionalentwicklung Schwäbischer Wald

 

Bezug zum REK-Handlungsfeld 2

 

Das CSM bietet ein Erlebnis von Natur und Kultur für alle Generationen. Der naturkundliche Teil sowie die geplante Erweiterung der stadtgeschichtlichen Sammlung, sowie die bestehende Ausstellung zur Vor- und Frühgeschichte (Steinzeit) sowie die Zugänge zum Haus sind barrierefrei. Die im Projekt geplante Einrichtung der Abteilung für neuere Stadtgeschichte wird bewußt in den barrierefrei erschlossenen Raum (EG) gelegt um auch im Rahmen von Sonderführungen und speziellen Stadtführungen ein entsprechendes Angebot für Menschen mit Handicap zu ermöglichen.  Das Haus fördert in großen Teilen durch seine Ausstellungskonzeption den Besuch durch ältere auch in der Mobilität eingeschränkte Personen, (Rolatoren, Rollstühle). Dies entspricht dem Handlungsfeldziel Älteren und Eingeschränkten Teilhabe durch Maßnahmen der Barrierefreiheit und soziale Integration zu ermöglichen. Durch den im Haus allgemein üblichen, weitgehenden Verzicht von Vitrinen bzw. niedriger Sichthöhen in den nötigen Vitrinen ist dies besonders positiv für Kinder und Rollstuhlfahrer.  Grundsätzlich werden die soziale Integration und die Vermittlung der musealen Inhalte an gesellschaftlich benachteiligte Gruppen im CSM positiv unterstützt.   

 


Bezug zum REK-Handlungsfeld 3

 

Durch die traditionell starke Besuchergruppe der Schulen, Kinder- und Jugendgruppen, Freizeiten und speziellen Führungsangeboten für Kinder und Jugendliche fördert das CSM in wichtiger Weise die Verbundenheit junger Menschen mit Ihrer Heimat Zudem wird mit Erhalt des Museums eine wichtige Bildungseinrichtung erhalten. Die Zusammenarbeit und das Angebot in Kooperation mit Bildungs- und Betreuungseinrichtungen ist traditionell gewachsen und gut. Spezielle Ferienführungen im Rahmen der  Tages- oder Kinderferienbetreuung werden angeboten. Die inhaltliche Orientierung am aktuellen Bildungsplan für die Schularten in BW ist dabei gegeben. Für Neubürger ist das CSM geradezu ein erstes Anlaufziel um die Natur und Kultur einer neuen Heimat kennen zu lernen. Der Verweis auf die historisch gewachsene kulturelle und religiöse Vielfalt im Schwäbischen Wald und Murrhardt sind grundsätzlicher Bestandteil der Führungen und Ausstellung. Ein Beitrag zur Willkommenskultur im Schwäbischen Wald. Insgesamt trägt das CSM einen wichtigen Teil dazu bei ein Kulturangebot auszubauen, zu fördern und zu kommunizieren.  

Bezug zum REK-Handlungsfeld 5

Durch seine Themenstellung, der naturkundlichen Sammlung, sowie den Verweis auf eine traditionelle Lebensweise, kommuniziert und vermittelt das CSM die Auseinandersetzung der Menschen mit der Natur, der Landschaft den natürlichen Ressourcen des Schwäbischen Waldes. Fördert das Verständnis für den Natur- Landschafts- und Denkmalschutz, die Bewahrung der Schöpfung und den Respekt vor der Vielfalt einer regionalen Kultur. Spezielle Themen, wie die Biodiversität und der Artenschutz sind grundsätzlich Bestandteil der Führungen im CSM.

 

Bezug zum REK-Handlungsfeld 6

 

Das CSM ist seit über 80 Jahren ein überregional bekanntes Kernstück der Tourismusregion Schwäbischer Wald und durch seine seitherige Existenz und Konzeption seine Nachhaltigkeit schon lange unter Beweis gestellt.  Mit über 10.000 Besuchern jährlich (Saison) zieht das CSM die Menschen in die Region und trägt damit als eines der Museen mit der stärksten Besucherfrequenz dazu bei, den Schwäbischen Wald als Tourismusregion bzw. Naherholungsregion zu profilieren.
Dies ist  insbesondere nach der baulichen Optimierung und der inhaltlichen Ergänzung für die nächsten Jahrzehnte ebenso gewährleistet und zu erwarten. Für die touristische Wirtschaft, die regionale Gastronomie, sowie die weiteren Ausstellungshäuser und touristischen Einrichtungen in der Region Schwäbischer Wald ist das CSM ein wichtiger Multiplikator, bzw. Frequenzbringer. Eine absolut familienfreundliche Einrichtung, die insbesondere auch durch die geplante Einrichtung eine Medienraumes noch gestärkt wird. Die Besucherzahlen des CSM sind derzeit stabil auf gutem Niveau und im Vergleich zu den oftmals weit größeren Museen in der Region Stuttgart im vorderen Mittelfeld der jährlich durch das Berliner Institut für Museumskunde ermittelten Zahlen, welche auch die Landestelle für Museumsbetreuung bestätigt.

2. Zeitplan der Umsetzung

Nach Bewilligung bis 1.Quartal 2020. Die Baumaßnahmen sollen soweit wie möglich nur zu Teilschließungen führen und den grundsätzlichen Museumbetrieb während den Öffnungszeiten weiter erlauben.

 

Umbau und Renovierung der Museumsräume sowie Erweiterung "Neue Stadtgeschichte" im CSM

Das CSM plant einige  Gebäudeabschnitte zu optimieren und dies im Rahmen der Regionalförderung Schwäbischer Wald  als Projekt  durch LEADER fördern zu lassen.


Neben einigen energetischen Verbesserungen der Heizungstechnik und LED-Beleuchtung, sollen auch die Dachgauben, Tageslichtbänder, sowie die durch die Vergrößerung der Ausstellungsfläche notwendigen Brandschutzmaßnahmen durch geführt werden. Eine besondere Ergänzung ist der Medienraum und Raum für museumspädagogische Arbeit, sowie eine grundsätzliche barrierefreie Gestaltung der neuen, erweiterten Ausstellung.

Projektplan:

Die geplante Erweiterung der stadtgeschichtlichen Sammlung:

 

Die kulturgeschichtlichen Sammlungen im CSM lassen sich in mehrere Abschnitte und Themenbereiche mit regionalem und örtlichem Bezug gliedern. Beginnend mit dem „Steinzeitkabinett“, das sämtliche Funde  der  Vor- und Frühgeschichte, bis zum Beginn der römischen Landnahme zeigt, weiter über die römische Sammlung - Leben am Limes, reicht der erste Abschnitt.


Ein großer Teilbereich ist der Christianisierung und der Entwicklung des Klosters gewidmet, der jedoch  mit der durch die Reformation eingeleiteten Zeitenwende abschließt.


Geplant ist nun die Forstsetzung mit Schwerpunkt auf der städtischen Entwicklung, bzw. der kulturgeschichtlichen Entwicklung in den Teilorten und Ortsteilen Murrhardts und im Schwäbischen Wald. Der Zeitraum soll mit der Zeit nach der Reformation um 1550 beginnen und mit der Gründung der BRD und dem Wirtschaftswunder 1950 enden.

 

Dazu sollen in dem barrierefreien Galerieraum  zur Aufnahme der Exponate und  Texttafeln Vitrinenwände und Stellwände entstehen. Die Zeitabschnitte umfassen jeweils grob 100 Jahre, sind jedoch mit den wichtigsten geschichtlichen Ereignissen abgestimmt.


1. 1550-1650
1547 Schmalkaldischer Krieg, 1558 Stadterweiterung Marktplatz, Stadtrechte, Metzelordnung, Handwerk, bürgerliches Leben, Teilorte (Kirchenkirnberg),  Sebastiansbruderschaft/ Schützengesellschaft, Affäre Hofsess, ev. Klosterschule, 1632 Rekatholisierung-Dreißigjähriger Krieg-Westfälischer Friede, Adam Adami, 1648.

2. 1650 -1765
Konsolidierung nach dem westfälischen Frieden, Gesundheitswesen, Bader, Wundarzt, Apotheke, 1692/93 - Franzosenkriege, Murrhardter Familien z.B. Jacobi,  Pfarrer, Prälaten, Taglöhner, Brauchtum, Stadtbrand 1765 und Folgen

3. 1765-1850
Wiederaufbau bis 1817, Prälat Frd. Chr. Oetinger, Bergbauversuche, Romantiker in Murrhardt- Schelling, Hölderlin, Auberlen, Franzosenzeit, Befreiungskriege, Freimauerer in Murrhardt, Vormärz- Pfarrer Scholl Kirchenkirnberg, Armut und Hungerjahre, Auswanderer,  Ferd. Nägele und die Revolution 1848,  Justinus Kerner, Fornsbach  u. Grab werden selbstständig, Bäuerliche Lebenskultur.

4. 1850 -1950
Einigungskriege 1866, Krieg 1970/71- Veteranenvereine, Rotes Kreuz, Stadtentwicklung, 1879 Murrtalbahn, Industrialisierung, weitere Auswanderer, Der Luftkurort im Königreich- eine schwäbische Sommerfrische ( Geschichte des Tourismus im Schwäbischen Wald) , Kunst-Künstler-Ehrenbürger, 1. Weltkrieg, Inflation, Römerfestspiele, Zeit des Nationalsozialismus, Kriegsgefangene und Gef. des KZ Welzheim, Widerstand ( Scholl-Nägel  und Hartmann – 20. Juli). 2. Weltkrieg, Murrhardter Landrätekonferenz- Wiederaufbau, Demokratisierung, Wirtschaftswunder.

Weiterhin ist auch ein Medienraum geplant in dem diverse Filme zu geschichtlichen Themen gezeigt und besprochen werden können, bzw. Tische und Bänke für eine museumspädagogische Gruppenarbeit zur Verfügung stehen. Die Stellwände auf der Fensterseite sind auch für Wechselausstellungen vorgesehen.

Projektbeginn

Bilder der laufenden Arbeiten

Einbau des historischen Türsturzes der Familie Zügel

Wanddurchbruch, Fluchtweg, Brandschutz, Einbau einer Tür aus der Villa Kaes, Backnang.

 

 

Hinterer Ausgang, museumspädagogischer Mehrzweckraum

 

 

Stiftung der Familie Elser, ehem. Friedenstraße bzw. Gartenstraße Murrhardt.

Die Namen nennen die Eltern des Ehrenbürgers,Kunstmalers, Prof. Heinrich von Zügel, der Erzählung nach hat er als Jugendlicher das Schaf eingemeißelt. 

Plan des Galerieraums, Fensterpartie mit historischem Mobiliar, Innenwand Vitrinen. Vorraum Garderobe und Schließfächer.

Carl-Schweizer-Museum in Murrhardt wird mit Leader-Fördermitteln erweitert, modernisiert und optimiert – Es entsteht ein pädagogischer Medienraum.

Pressebericht in der Murrhardter Zeitung 

MURRHARDT. Das Carl-Schweizer-Museum (CSM) ist eine der bedeutendsten und ältesten touristischen Einrichtungen der Walterichstadt. Es soll in Zukunft noch attraktiver werden und teilweise ganzjährig geöffnet bleiben. Am 20. November starten die Bauarbeiten, mit denen das „Haus für Natur und Geschichte“ erweitert und modernisiert wird.

Herzstück der Erweiterung ist eine neue Abteilung. Darin wird künftig die Sammlung zur neueren Stadtgeschichte präsentiert, die die Zeit von 1550 bis 1950 umfasst. Hinter einem Durchgang wird ein museumspädagogischer Medienraum eingerichtet. Dieser soll mit modernster Projektions- und Präsentationstechnik, Medienschränken sowie ausklappbaren Tischen und Stühlen ausgestattet und vor allem von Schulklassen genutzt werden, erläuterte Museumsleiter Christian Schweizer. Diesen Trakt des Museums habe er als Student in den 1950er-Jahren museal und mit einem Durchblick ausgestattet, um darin vorgeschichtliche und römische Funde offen präsentieren zu können, erzählte Dr. Rolf Schweizer. Seit 1990 habe man diesen bisher nicht heizbaren Teil des 1950 errichteten Gebäudes total isoliert und als Lagerraum genutzt, so der Senior-Museumsleiter bei der kleinen Feier zum Auftakt des Projekts mit geschätzten Gesamtkosten von etwa 360000 Euro.

Eine Kommission von Brandschutz-Sachverständigen habe den Erweiterungsbereich geprüft. Sie machte die Auflage, einen Fluchtweg mit einem zweiten (Not-)Ausgang zu schaffen. Dazu sei am hinteren Ende des Trakts ein Wanddurchbruch erforderlich. Dies sei auch für den Ablauf von Gruppenführungen von Vorteil, so Rolf Schweizer.

Die Pläne der beauftragten Architekten Heiderose Gölz und Ulrich Zimmermann veranschaulichten, wie die neuen Räume aussehen sollen. Vorne im Eingangsbereich wird ein Garderobenraum mit Schließfächern eingerichtet. Die Abteilung für neuere Stadtgeschichte wird komplett mit Wandvitrinen ausgestattet und bietet auch die Möglichkeit, Wechselausstellungen zu präsentieren. Die Zwischenwand wird mit der alten Türe des ehemaligen Gasthofs Sonne-Post gestaltet, einer Leihgabe der Stadt Murrhardt. Und am Durchgang zum Medienraum wird ein Sandstein-Türsturz angebracht, den Heinrich von Zügel geschaffen haben soll.

Im Rahmen der Auftaktfeier erfolgte auch die offizielle Übergabe der Förderurkunde an Museumsleiter Christian Schweizer und seinen Vater Rolf Schweizer für den beantragten und bewilligten Leader-Zuschuss in Höhe von 120000 Euro. Das entspricht 40 Prozent der geschätzten Kosten. Dieser EU-Zuschuss diene als Unterstützung des Museums für die erfolgreiche Umsetzung des Projekts, betonte Julia Bär, Regionalmanagerin der Leader-Geschäftsstelle. Sie übergab die Urkunde gemeinsam mit ihrem Stellvertreter Johannes Ernst, Annette Ehle, Vorsitzende des Vereins Regionalentwicklung Schwäbischer Wald, und deren Stellvertreter Jochen König, Bürgermeister von Rosengarten.

DIe Arbeiten sollen 2020 abgeschlossen sein.

Bis zum ersten Quartal 2020 soll das CSM erweitert, modernisiert und optimiert sein. Um das Gebäude und die Sammlungen zu sichern, sind verschiedene Arbeiten und Maßnahmen erforderlich. In Kürze beginne die Innensanierung als erster Abschnitt der Baumaßnahmen, so Christian Schweizer. Im Sommer 2018 werden die Fenster erneuert und das Dach saniert, um den darunterliegenden neuen Ausstellungsraum zu sichern. Zudem werde ein Entrauchungsdachfenster zum Brandschutz eingebaut, so Architekt Ulrich Zimmermann. Im Herbst und Winter 2018/19 folgen die Innenarbeiten. Die neuen Räume werden mit der vorhandenen und erweiterten Gasheizung und LED-Leuchten ausgestattet. Zudem löst ein modernes LED-Beleuchtungskonzept die alten Neonröhren in der naturkundlichen Abteilung ab. Überdies wird die Hauselektrik erneuert und eine Brandschutz-Notbeleuchtung installiert. Bis Ende 2019 werden die neue Ausstellung gestaltet, die Exponate platziert und die Medientechnik installiert, sodass die Umgestaltung voraussichtlich bis zum ersten Quartal 2020 abgeschlossen ist.

Hauptziel der Erweiterung und Modernisierung ist es, den Betrieb des CSM und seiner Sammlungen sowie den Standort zu sichern und die Wettbewerbssituation zu anderen kulturellen und touristischen Einrichtungen und Angeboten zu stärken. Weiteres Ziel ist es, die Einrichtung betriebswirtschaftlich zu optimieren und die notwendigen finanziellen Ressourcen für deren Aufrechterhaltung in der Zukunft zu sichern. Durch die Erweiterung und Vergrößerung der Ausstellungsfläche wird das Angebot für Besuchergruppen ausgeweitet und eine ganzjährige Öffnung der heimatkundlichen Abteilungen ermöglicht. Dadurch sollen die Besucherzahlen gesteigert werden. Überdies können gehbehinderte Besucher die neuen Räume barrierefrei erreichen. „Während der gesamten Umbaumaßnahme soll das Museum ganz normal weiter geöffnet haben und betrieben werden“, betonte Rolf Schweizer.

Mit der Überreichung des Förderbescheids konnte am 1. Nov.2017 mit den Arbeiten im CSM begonnen werden. Vorher war eine Ausschreibung gemäß den Förderrichtlinien erfolgt und somit wurden die Gewerke an folgende Firmen vergeben:

Bauleitung: Gölz und Zimmermann Architekten Murrhardt, http://www.gzarchitekten.de

Gerüstarbeiten: Gaukel, Matheshörlebach, Schwäbisch Hall http://www.gaukel.de

Maurerarbeiten, Durchbrüche, Sandsteinarbeiten, Hitzelberger, Murrhardt

https://web2.cylex.de/firma-home/uwe-hitzelberger-baugeschaeft-8523961.html

Zimmererarbeiten Innen: Peter Zeeb http://www.zimmereizeeb.de/2.html

Elektroarbeiten: Sträb Murrhardt, http://www.elektro-straeb.de/

Stuckateur und Trockenausbau: Zeeb Murrhardt, http://www.stuckateurzeeb.de/

Heizung:  Bay. Großerlach https://www.bay-shk.de/

Malerarbeiten: Winter Raumausstattung Murrhardt https://www.raumausstattung-winter.com/

Fenster und Schreinerarbeiten : Blank,  Schreinerei , Murrhardt

https://adresse.gelbeseiten.de/1124102148485/blank-schreinerei-markus/murrhardt

 

Dachrinnen:  Collin, Murrhardt/Kaisersbach http://www.klempnerei-collin.de/

 

Zimmerer und Dachsanierung: Maier, Murrhardt-Kirchenkirnberg http://www.klemens-maier.de/home.html

 

Torbau: Fuchs , Kaisersbach http://www.torbau-fuchs.de/

Torbau: Fuchs , Kaisersbach http://www.torbau-fuchs.de/

Komplette Erneuerung der Tageslichtbänder über den Tierdioramen, beidseitig, sowie neue Beleuchtung mit LED.

Firma: https://www.trieschmann-gmbh.de/

Kontakt:

CARL-SCHWEIZER-MUSEUM
Seegasse 36
71540 Murrhardt
Telefon: 071925402 071925402
Fax: 07192936188
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